Der Bereich Kenntnisse enthält alle relevanten Fähigkeiten für die ausgesuchte Arbeitsstelle, die noch nicht im Bereich Ausbildung oder Berufserfahrung genannt wurden. Diese beinhalten üblicherweise Computerkenntnisse, Sprachkenntnisse und auch weitere jobspezifische Kenntnisse.

Computerkenntnisse

Es wird aufgelistet, welche Software und Programmiersprachen beherrscht werden und wie geschickt man in deren Umgang ist. Wählen Sie auch hier nur Software, die relevant für die Tätigkeit ist, oder sein könnte. Der Begriff „Software“ beschreibt das gleiche wie „Programme“, ist aber moderner und sollte daher verwendet werden.

Eine einheitliche Skala für den Kenntnisstand gibt es nicht, üblich sind aber die Abstufungen „Grundkenntnisse“, „gut“, „sehr gut“. Die Darstellungsweise ist ihnen überlassen. Hier haben Sie die Möglichkeit kreativ zu sein und sich von den anderen Mitbewerbern abzuheben. 

Lebenslauf Kenntnisse Beispiel

Bei Darstellung der Microsoft Office Kenntnisse sollten Sie vermeiden, einfach „MS Office“ zu schreiben. Das ist sehr allgemein und wenig aussagekräftig. Seien Sie besser konkret und schreiben „MS Word 2010“ oder beispielsweise „MS Excel 2010“ und bewerten Sie Ihre Fähigkeiten in jedem Programm einzeln.

Auch sollten keine veraltete Software angegeben werden, wie z.B. MS-DOS.

Bei besonderen Fähigkeiten im Internet, können auch Kenntnisse wie zum Beispiel „Blogging“ oder „Social Networks“ aufgeführt werden. Einfach „Internet“ zu schreiben reicht jedoch nicht. Seien Sie möglichst genau in Ihren Beschreibungen.

Falls Weiterbildungen in dem Bereich absolviert wurden, sollten diese im Gliederungspunkt Weiterbildung aufgeführt werden.

Bei Bewerbungen auf Positionen im IT-Bereich, kann es sinnvoll sein, seine Computer- und Softwarekenntnisse auf einer gesonderten, dritten Seite aufzulisten.

Sprachkenntnisse

Hier werden sowohl die Muttersprache(n) als auch Fremdsprachenkenntnisse aufgeführt. Wenn Sie Kenntnisse mit Zertifikaten belegen können, fügen Sie diese Ihrer Bewerbung bei. Sprachkenntnisse sollten auch immer selbst eingeschätzt werden. Die Abstufungen sind wie folgt:

Grundkenntnisse – Die grundlegenden Vokabeln sind beherrscht und eine Verständigung auf einfachstem Niveau funktioniert. Komplexere Unterhaltungen zu führen ist jedoch noch nicht möglich.

Gute Kenntnisse – Einfache Gespräche können geführt werden, sowie mit Mühe halbwegs korrekte Briefe verfassen. Viele Vokabeln müssen noch nachgeschlagen werden und man ist noch eher unsicher in der Sprache.

Sehr gute Kenntnisse – Ein Alltagsgespräch kann problemlos geführt werden und auch die schriftliche Kommunikation ist schon fast fehlerfrei. Komplexere Themen und besonders Fachvokabular bereiten aber noch immer Schwierigkeiten.

Fließend in Wort und Schrift –  Über fast alle Themen können souveräne Gespräche geführt werden, und auch im Schriftverkehr ist sehr gute Kommunikation möglich. Zeitungen und Texte in Büchern können auch weitestgehend problemlos verstanden werden. Es ist nicht mehr nötig, innerlich Texte oder Gedanken zu übersetzen. Die Sprache fließt aus einem heraus.

Verhandlungssicher – Sobald auch komplexes Fachvokabular beherrscht wird, die feinen Nuancen der Sprache verstanden werden und völlig sicher auf den Gegenüber eingegangen werden kann, beherrscht man eine Sprache verhandlungssicher.

Muttersprache – Die Sprache wurde von der frühen Kindheit an erlernt hat und diese wird weitestgehend automatisiert beherrscht.

Jobspezifische Kenntnisse

Wenn noch weitere Kenntnisse in dem beworbenen Fachbereich ausgewiesen werden können, sollten diese unter einer eigenen Überschrift eingefügt werden.

Ein Führerschein kann unter der Überschrift „Sonstige“ angegeben werden, jedoch nur wenn er für die Arbeitsstelle relevant ist - etwa bei Bewerbungen für den Außendienst oder als Kraftfahrer.

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